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Praxisgebühr

Praxisgebühr

Die Praxisgebühr wurde im Jahr 2004 eingeführt. Jeder Patient der gesetzlich Krankenversichert und 18 Jahre alt ist muss einmal im Quartal 10 Euro Praxisgebühr bezahlen, wenn er zum Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten geht. Wer den ärztlichen Notdienst oder die Notaufnahme von einem Krankenhaus aufsucht bezahlt nochmals 10 Euro.

Mit der Praxisgebühr soll die Eigenverantwortung der Versicherten gestärkt werden, damit diese bei einem Bagatellfall nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Wenn für den Besuch bei einem Facharzt keine Überweisung vom Hausarzt vorgelegt wird muss die Praxisgebühr auch dort bezahlt werden. Dadurch sollen die teuren Behandlungen reduziert werden, die nicht immer nötig sind. Wenn die Praxis vom Hausarzt zum Beispiel wegen Urlaub geschlossen ist und die Praxisgebühr dort schon bezahlt wurde, fällt bei der Vertretung keine Gebühr mehr an, wenn die Quittung vorgelegt wird.

Zusätzliche Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen

Da die Praxisgebühr zusätzliche Einnahmen für die Krankenkassen sind, werden diese finanziell entlastet. Selbstzahler und Privatversicherte, Soldaten beispielsweise müssen die Praxisgebühr nicht entrichten. Bei Beamten wird die Praxisgebühr von den Beihilfeleistungen abgezogen. Wer im Notdienst die Praxisgebühr bezahlt und sich dann vom gleichen Arzt weiterbehandeln lässt oder im Notdienst auf seinen Hausarzt trifft bei dem er die Praxisgebühr bezahlt hat wird nicht noch einmal zur Kasse gebeten. Da Überweisungen vom behandelnden Arzt an Wochenenden und Feiertagen nicht zählen muss an diesen Tagen beim kassenärztlichen Notdienst die Praxisgebühr bezahlt werden.

Keine Praxisgebühr für Vorsorgeuntersuchungen

Von der Zuzahlung ausgeschlossen sind alle Formen der gesetzlich geregelten Vorsorgeuntersuchungen. Für zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen wird für Vitalitätsprüfungen, die Erstellung von einem parodontalen Screening-Indexes, Röntgen und einmal jährlich für Zahnsteinentfernung keine Praxisgebühr erhoben. Wenn die gesetzliche Unfallversicherung odersonstige Träger der gesetzlichen Sozialversicherung die Kostenträger sind ist ebenfalls keine Praxisgebühr zu bezahlen. Zuzahlungs- und Belastungsobergrenzen können dazu führen, dass Patienten von der Praxisgebühr befreit werden.

© Thommy Weiss / pixelio.de

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