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Patientenrechte

Patientenrechte

Obwohl die Patienten Rechte haben werden diese oftmals nicht wahrgenommen. Die meisten Patienten kennen ihre Rechte nicht, weil die Informationen darüber eher dürftig sind und die Halbgötter in Weiß oder die Krankenkassen nicht darüber informieren. In den Medien sind die Informationen ebenfalls nicht ausreichend, um die Patienten über ihre Rechte zu informieren. Ein kritischer und selbstbewusster Patient fühlt sich den Ärzten, Krankenkassen usw. nicht hilflos ausgeliefert und kann im Streitfall seine Rechte durchsetzen – sofern er diese kennt.

Welche Medikamente werden verschrieben?

Ärzte müssen ihren Patienten die Medikamente verschreiben die den Behandlungserfolg gewährleisten. Allerdings muss das Gebot der Verhältnismäßigkeit und Wirtschaftlichkeit beachtet werden und das Medikament in der Liste der verordnungsfähigen Arzneimittel aufgeführt sein. Er Anstand gebietet allerdings, dass Termine die nicht eingehalten werden können rechtzeitig abgesagt werden. Fordert ein Arzt Schadenersatz muss er den erlittenen Schaden konkret darlegen.

Was tun bei Aufklärungs- und Behandlungsfehlern?

Für Aufklärungs- und Behandlungsfehler haftet der jeweilige Arzt, wenn der Patient den entstandenen Schaden nachweisen kann. Die schnellste und kostengünstigste Art ist, dass sich die betroffenen Patienten mit dem Arzt einigen. Ob wirklich ein Behandlungsfehler vorliegt wird am besten mit einem Privatgutachten nachgewiesen. Bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen kann zudem die Krankenkasse um Unterstützung gebeten werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine Schlichtungsstelle einzuschalten, die bei der Ärztekammer eingerichtet ist. Geht das Verfahren vor der Schlichtungsstelle für den Patienten ungünstig aus wäre der nächste Schritt die Erhebung einer Klage vor dem zuständigen Zivilgericht. Mit einem Strafverfahren gegen den Arzt, wird der eigene Schadensersatzanspruch nicht durchgesetzt, sondern nur die vernünftige Regelung hinsichtlich der zivilrechtlichen Ansprüche erschwert.

Wann dürfen Patientendaten weitergegeben werden?

Hochsensible Patientendaten dürfen von Ärzten und Krankenhäusern nicht weitergegeben werden. Selbst wenn eine Arztpraxis verkauft wird, muss zuerst die Zustimmung der Patienten eingeholt werden, bevor die Daten an den neuen Inhaber der Praxis weitergegeben werden. Patienten haben das Recht ihre Krankenunterlagen einzusehen, der Arzt muss ihnen aber nicht die Originalunterlagen aushändigen. Für Kopien darf der Art einen halben Euro berechnen. Röntgenbilder sind das alleinige Eigentum des Arztes, für Duplikate müssen die Patienten die Kosten übernehmen.

Muss der Arzt Heilmittel verschreiben?

Heilmittel müssen vom Arzt verordnet werden, wenn sie medizinisch notwendig sind, um beispielsweise Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern. Medizinische Hilfsmittel, wie Rollstühle und Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte werden von den Krankenkassen bezahlt, wenn sie notwendig sind.

© Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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