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Parkinson-Krankheit

Parkinson-Krankheit

Bei der Parkinson-Krankheit sterben die Dopamin-produzierenden Nervenzellen ab, die sich in der Substantia, einer Struktur im Mittelhirn, befinden. Am häufigsten betroffen sind Menschen zwischen dem 50. Und dem 60. Lebensjahr. Vor dem 40. Lebensjahr tritt die Parkinson-Krankheit bzw. Morbus Parkinson eher selten auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Minifestationsrate, nimmt dann aber ab dem 75. Lebensjahr wieder ab. Es sind lediglich 1,5 bis 2 Prozent der über 80-Jährigen die an Parkinson erkranken. In Deutschland sind derzeit zwischen 300.000 und 400.000 Bürger daran erkrankt.

Schleichende Krankheit

Die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative Erkrankung die zum Absterben von Dopamin herstellenden Nervenzellen führt. Erst wenn etwa 70% der dopaminergen Zellen abgestorben sind erste Krankheitszeichen erkennbar. Es ist eine schleichende Krankheit die zeitlebens fortschreitet. Im Verlauf der Krankheit verstärken sich die Symptome. Frühzeichen sind unter anderem Schulterschmerzen, einseitige Muskelverspannungen oder das ein Arm beim Laufen kaum oder überhaupt nicht mehr mitschwingt. Bei den Betroffenen ist das Muskelspiel vermindert, sie sprechen leise und zum Teil undeutlich und bei schnellen Bewegungen ist die Geschicklichkeit der Hände nicht mehr wie üblich gegeben. Das auffälligste Syndrom ist das langsame Zittern, das abnimmt wenn sich die Betroffenen bewegen. Es gibt noch zahlreiche weitere Symptome die auf Parkinson hinweisen. Im Verlauf der Krankheit kommen noch weitere Symptome hinzu die im Ausmaß individuell unterschiedlich sind. Sensible Symptome sind unter anderem eine Minderung des Geruchsinns oder das Auftreten von Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Zu den vegetativen Störungen die im Krankheitsverlauf auftreten können gehören beispielsweise Bewegungsstörungen des Magen-Darm-Traktes sowie Temperatur-Regulationsstörungen, die zu einer verminderten Hitzetoleranz führen.

Psychische Veränderungen

Bei der Parkinson-Krankheit stellen sich aber auch psychische Veränderungen ein, wie eine niedergedrückte Stimmung die ein Frühsymptom ist und Jahre vor der Diagnose auftreten kann. Zudem verlangsamen sich die Denkabläufe, Entfernungen und Geschwindigkeiten können nicht mehr eingeschätzt werden und durch die dopaminergen Medikamente kommt es zu Sinnestäuschungen. Die psychischen Veränderungen der Parkinson-Patienten sind nicht so auffällig und werden deshalb häufig unterschätzt. Für die an Parkinson erkrankten Menschen ist eine Alltagsbehinderung jedoch von erheblicher Bedeutung.

Heilungsmöglichkeiten gibt es nicht

Eine ursächliche Behandlung des Parkinson-Syndroms ist heute noch nicht möglich. Die fortschreitende Degeneration der Nervenzellen kann weder aufgehalten noch verhindert werden, es ist lediglich die Behandlung der Symptome möglich, die den Patienten in den ersten Krankheitsjahren das Leben erträglich machen.

© Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

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