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Künstliche Gelenke

Künstliche Gelenke

Künstliche Gelenke bzw. Endoprothesen sind Implantate mit denen geschädigte Körperteile ganz oder teilweise ersetzt werden und die auf Dauer im Körper verbleiben. Die bekannteste Endoprothese ist das künstliche Hüftgelenk. Weitere Endoprothesen sind das Kniegelenk und das Schultergelenk, bei denen die häufigste Indikation die arthrotische Gelenkveränderung ist. Die Implantation von künstlichen Gelenken wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn sie medizinisch notwendig ist. Auch für die die nach der Implantation erforderlichen Rehamaßnahmen kommt die Krankenkasse auf. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 200.000 Hüftgelenke implantiert. Von diesen sind rund 95% nach zehn Jahren noch voll funktionstüchtig und selbst nach 26 Jahren müssen nur etwa 25 Prozent der künstlichen Hüftgelenke ausgetauscht werden.

Hüftgelenksprothesen

Hüftgelenksprothesen bestehen aus einem Schaft und einem Hüftkopf, der darauf aufgesetzt ist sowie einer im Becken befestigten Hüftpfanne. Der Schaft wird im aufgebohrten Oberschenkelknochen befestigt. Es gibt drei Arten Hüftgelenksprothesen. Das sind die Standardprothesen, die sich bewährt haben und gut wechseln lassen. Der dauerhafte Halt eines künstlichen Gelenkes entsteht durch neu gebildete Knochensubstanz, von der die Prothese umgeben wird. Die Passgenauigkeit einer Prothese wird durch Knochenzement methodisch vereinfacht. Für junge Patienten werden vor allem Kurzschaftprothesen implantiert, wobei noch nicht zweifelsfrei geklärt ist wie lange diese Prothesen halten. Die Dritte Art ist die Hüftkappen-Prothese bei der der Hüftkopf wie ein Zahn überkront wird. Dadurch wird zwar Knochen gespart aber die Austauschrate ist wesentlich höher als bei der Standard-Prothese.

Knieprothesen

Bei Knieprothesen gibt es zahlreiche Varianten von denen die unikondyläre Schlittenprothese zwar die einfachste Variante ist, die im Einbau aber schwieriger ist. Die bikondyläre Schlittenprothese ist Standard. Wenn eine Kniegelenksprothese implantiert wurde ist ein konsequent durchgeführtes Bewegungsprogramm wichtig für die Beweglichkeit des künstlichen Kniegelenkes.

Vorbeugende Maßnahmen

Das Einsetzen von künstlichen Gelenken lässt sich oftmals vermeiden oder zumindest hinauszögern, wenn ein paar Verhaltensregeln beachtet werden. Kranke Gelenke sollten auf keinen Fall geschont werden, dann dadurch verschlimmert sich die Situation meistens. Um die Gelenkknorpel ausreichend und gut zu ernähren ist Sport wichtig. Ideal sind Schwimmen, Radfahren und Gehen und alle anderen Sportarten bei denen es nicht zu Stoßbelastungen und schnellen Bewegungswechseln kommt. Darüber hinaus spielt das Gewicht eine große Rolle. Vor allem das Knie wird bei Übergewichtigen extrem belastet.

© Jerzy Sawluk / pixelio.de

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